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Archiv 2008
Mai:
Besuch des Deutschen Bundestages
Kürzlich nahm die erste Reisegruppe unseres Vereins die Einladung zur Besichtigung des Reichstages an einem Sonnabend im Mai an. Gesponsert werden diese Besichtigungstouren für Brandenburger von Herrn Steffen Reiche, Bundestagsabgeordneter der SPD, der seine letzte Diätenerhöhung für diesen Zweck verwendet.
Neugierig und gespannt, wie dieser Tag wohl abläuft, trafen wir in Cottbus auf den Rest der insgesamt hundertköpfigen Reisegruppe. Wir wurden von Frau Redelius und Herrn Ließ freundlich empfangen und zum Sonderwagen des Zuges begleitet.
Um 11.00 Uhr standen wir erwartungsvoll vor dem Sondereingang des Reichstagsgebäudes.
Herr Reiche begrüßte uns alle persönlich, als wir den Sicherheitscheck passierten. Er ließ es sich nicht nehmen, die Führung selbst durchzuführen.
Im Reichstagsgebäude wurde deutsche Geschichte gemacht. Auf Spuren dieser Vergangenheit lenkte Herr Reiche unsere Aufmerksamkeit: Spuren vom Reichstagsbrand 1933, ein Abschnitt des Tunnels, durch den der mutmaßliche Brandstifter van der Lubbe in den Reichstag gelang, russische Inschriften an den Wänden von Soldaten der Roten Armee, welche die Kapitulation Berlins erkämpften. Vernarbte Wände zeugen von entfernten Reliefs. Beeindruckend ist das Archiv der deutschen Abgeordneten, wir lasen Namen, die uns aus Geschichtsbüchern bekannt waren.
Kompromisslos wurden von den Architekten neue moderne Bauelemente in das alte Gebäude eingefügt für den heutigen Anspruch als Bundestag.
So leicht wie in der Architektur Altes von zweckentsprechendem Neuem abgelöst wird, geht es leider bei den politischen Entscheidungen im Bundestag nicht.
In einer interessanten Gesprächsrunde mit Herrn Reiche stellte dieser überzeugend die Sachverhalte dar. Rosie fragte, wann denn endlich „alte Zöpfe“ wie Diätenerhöhungen, Sonderbehandlungen bei der med. Behandlung und andere Privilegien „abgeschnitten“ werden. Menschen verzichten nicht gern auf lang gewohnte Privilegien. Neues verlangt in einer Demokratie einen langen Prozess der kleinen Schritte und viel Überzeugungsarbeit, um ein Umdenken und Verzicht auf alte Gewohnheiten zu erreichen und Neues auf den Weg zu bringen.
Uns gefiel besonders die sachliche Darstellung der Probleme betreffs erfolgreicher Abstimmung und über die Zusammenarbeit der Fraktionen durch Herrn Reiche. Es gibt also doch noch eine Menge Abgeordnete im Bundestag, die sich täglich ernsthaft und sachlich um Veränderungen bemühen. Leider wird diese Arbeitsweise des Bundestages in den Medien kaum berücksichtigt. Aber gerade dieses Wissen ist für die Bürger wichtig, um die Politikverdrossenheit umzukehren.
Wir waren überrascht, dass Herr Reiche am Sonnabend so viel Freizeit aufwandte, um uns persönlich herumzuführen und alles zu erläutern und uns zu einem kleinen Imbiss einlud.
Wer noch Muße hatte, stieg den Schneckengang der gläsernen Kuppel empor und genoss den einmaligen Rundblick.
Abschließend können wir nur sagen, es war ein rundum gelungener Tag für den wir uns öffentlich bedanken wollen. Es hat sich für alle gelohnt, diese Fahrt zu unternehmen. Außerdem bekamen wir mehr zu sehen und zu hören als bei einer normalen Führung und hatten einen „Politiker zum Anfassen“ dabei. Die nächste Gruppe unseres Vereins will im Herbst die gleiche Fahrt unternehmen.
B.S.
Dieser Bericht wurde auch auf der Homepage des MdB Steffen Reiche veröffentlicht.
14. Juni:
Workshop "Entführung in die Welt des orientalischen Tanzes"
An einem Sonnabend im Juni trafen sich interessierte Frauen unterschiedlichen Alters und Figur zum Workshop "Entführung in die Welt des orientalischen Tanzes“.
Begrüßt wurden sie mit dem traditionellen Joghurtgetränk Ayran zur Einstimmung. Danach folgten sie der Tanzlehrerin Gladys in den orientalisch dekorierten Tanzraum. Nach eineinhalb Stunden Training hinter verschlossener Tür wurde eine Pause eingelegt.
Gemütlich saßen die Teilnehmerinnen unter Palmen auf Sitzkissen auf einem Teppich. Genüsslich knabberten sie während der angeregten Unterhaltung verschiedene Sorten arabischen Gebäcks und Süßigkeiten und tranken orientalischen Blütentee.
In den Gesprächen wurde über den orientalischen Tanz und das positive Lebensgefühl, das durch ihn vermittelt wird, gesprochen.
Nun trat die Tanzlehrerin in einem anderen Tanzkostüm mit einem goldgelben Schleier zu einer Solodarbietung auf. Als Gladys den Schleier lüftete und sich in ihrem märchenhaften Kostüm zeigte, verharrten die Zuschauerinnen in beifälligem Staunen. Wie gebannt verfolgten sie die Darbietung. Ein Hauch Orient berührte alle!
Nach der Pause übten alle weiter die Choreographie des Tanzes Beledy. Es war faszinierend zu sehen, wie harmonisch die einzelnen Tanzelemente bei den Teilnehmerinnen wirkten. Jede einzelne hatte ihre ganz persönliche Darstellung und sah gut aus. Man stelle sie sich gedanklich noch in einem passenden Kostüm vor und man darf sicher sein dass jede Frau, wenn sie sich traut und die innere Zurückhaltung überwindet, orientalischen Tanz erlernen kann. Diese Tanzart lässt jede Frau, ob mit oder ohne Idealfigur, jung oder alt, gut und verführerisch aussehen!
Am Ende der Veranstaltung zeugten strahlende Augen in begeisterten Gesichtern von einer im positiven Sinne gelungenen "Entführung".